Unbenannt

Otis Houston Jr.

Der Künstler Otis Houston Jr., alias Black Cherokee, wird am 29. und 30. August 2009 im Socrates Sculpture Park ein Werk präsentieren. Im Einklang mit der bisherigen künstlerischen Praxis des Künstlers wird das Werk aus drei sich gegenseitig ergänzenden Elementen bestehen: Text, Skulptur und Performance. Der Text wird auf einer Art Beschilderung zu sehen sein, entweder auf eine Plakatwand gemalt, auf Stoff geschrieben oder auf eine Tafel eingetragen. Der Text liefert den wörtlichen Inhalt und den Kontext, um den Rest des Werks zu untermauern. Das skulpturale Element wird aus einer Anordnung von Fundstücken oder vor Ort zusammengesetzten, einfachen Konstruktionen bestehen. Die Künstlerin möchte sich den Ort, die Atelierräume und die verfügbaren Materialien ansehen, um zu beurteilen, welche Art von Konstruktion realisierbar wäre. Der Künstler wird zudem über einen bestimmten Zeitraum hinweg eine Reihe von kodierten Handlungen vorführen, die aus Stille, Gestik und körperlicher Interaktion mit Objekten bestehen. Beispiele aus dem Performance-Repertoire des Künstlers sind das Halten und Essen von Obst, das Überreichen von Blumen, das Lesen und Tragen von Büchern, Gewichtheben, das Fahren auf einem Heimtrainer, das Halten eines Besens oder eine Kombination aus den oben genannten Elementen. Der Künstler wird möglicherweise auch gesprochene Poesie vortragen. Das Thema und der Inhalt des Projekts werden familienfreundlich und zeitgemäß sein. In seiner künstlerischen Praxis reagiert der Künstler in der Regel auf aktuelle Ereignisse oder Themen. Aus diesem Grund wird der konkrete Inhalt innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen improvisiert. Wie der Künstler sagt: “Ich muss frei sein.” Die Botschaft soll eine positive Affirmation sein, die eine Form des körperlichen, finanziellen, spirituellen und ökologischen Wohlbefindens fördert. Eine Variante, die den Künstler besonders interessiert, ist die Installation einer bemalten Holzskulptur, die um einen Baum herum errichtet wird. Die Skulptur würde aus vier Holzblöcken bestehen, die den Baum stützen und rot, gelb, schwarz und weiß bemalt sind. In diesem Fall könnte auf einem Schild beispielsweise stehen: “Bäume und Menschen brauchen einander” oder “Die Natur kennt keine Hautfarben”. Die Realisierbarkeit dieser speziellen Installation hängt davon ab, welche Materialien in den Ateliers des Skulpturengartens verfügbar sind.

Künstler in dieser Ausstellung